5. Juni 2017

Xiaomi MIUI findet kein Update - Shop-ROM-Problematik

Ich hatte neulich ein Xiaomi Note 4 (MTK) mit MIUI 8.1.6.0, das keine MIUI-Updates findet, obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits ein MIUI 8.2.1.0 gab.

Die Problematik mit den Shop-ROMs


Ich kannte dieses Verhalten bisher nur bei sog. Shop-ROMs, d.h. das ROM war durch den Shop-Betreiber modifiziert worden. (Gearbest ist da leider ganz vorne mit dabei...) In den meisten Fällen erkennt man modifizierte Shop-ROMs an der Versionsnummer.
Xiaomi verwendet bei Stable-ROMs ausschließlich Versionsnummern mit 4 Zahlen, z.B. "8.1.15.0".
Die meisten modifizierten ROMs verwenden 5 Zahlen, z.B. "8.1.15.0.0". Wenn man so eine Versionsnummer sieht, hat man es 100% mit einer modifizierten Shop-ROM zu tun.



Bei dieser Version "8.1.1.0.0" können keinerlei Updates durchgeführt werden, d.h. keine Bugfixes, keine Security-Updates, keine neuen MIUI-Features. Davon abgesehen, wird in solche Shop-ROMs gerne Malware eingebaut, die z.B. nach einer "Schamfrist" von 20 Tagen anfängt, Werbung einzublenden. In diesem Fall hilf nur neu flashen.

Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum trotz offizieller ROM keine Updates möglich sind:

Von Xiaomi zurückgezogene ROMs


Nach einiger Recherche fand ich heraus, dass die eingangs erwähnte Version 8.1.6.0 tatsächlich ein offizielles ROM von Xiaomi ist, das aber, aufgrund von zuvielen Bugs, zurückgezogen wurde. Die bereinigte Version war dann 8.1.7.0.
Wie man hier unter "Older Versions" sieht, taucht die 8.1.6.0 nicht auf.
Die Lösung war ein aktuelles Recovery-ROM manuell über die Updater-App von Xiaomi einzuspielen:

Achtung: Der Akku sollte mindestens zu 90% geladen sein. Geht das Gerät während des Updates aufgrund einer leerer Batterie aus, kann das System dauerhaft unbrauchbar werden!

Achtung! Immer ein ROM mit einer höheren Versionsnummer verwenden. Wird ein älteres ROM verwendet, kann es zu Problemen kommen! Wenn man auf ältere ROMs zurück will, sollte man sauber flashen und nicht updaten!

Erst das passende Recovery-ROM (kein Fastboot-ROM!) bei Xiaomi auf das Gerät herunterladen.

Dann die Updater-App starten:



Rechts oben auf die 3 Punkte tippen:



In dem neuen Menü auf "Wählen Sie ein Update-Paket" tippen:



Es öffnet sich ein Dateimanager. Dort wählt man das heruntergeladene Recovery-ROM (Zip-Datei) aus und tippt unten auf "OK".

Der Update-Prozess verläuft mehrstufig:
- Paket verifizieren
- Paket entschlüsseln

Dann kommt nochmals eine Sicherheitsabfrage, ob man das Update wirklich durchführen will. Hier positiv bestätigen.

Der Update-Prozess dauerte hier bei einem Redmi Note 4 ca. 5 Minuten. In dieser Zeit absolut nichts am Gerät machen. Am besten hinlegen und nicht anfassen.

Nach ca. 5 Minuten sollte der ganz normale Homescreen erscheinen. Das Update ist damit abgeschlossen.

21. Mai 2017

Drahtlose DSLR-Fernbedienung Viltrox YT-710/JY-710RX für Canon EOS 1300D

Test der drahtlosen DSLR-Fernbedienung Viltrox JY-710/JY-710RX für Canon EOS 1300D

Meine Freundin besitzt eine Canon EOS 1300D DSLR-Kamera. Da sie damit auch Langzeitbelichtungen und Langzeitaufnahmen (eine Aufnahme alle 5 Minuten über einen Zeitraum von mehreren Stunden) machen möchte, habe ich mich nach einem Fernauslöser umgeschaut.

Drahtlos oder Kabel?

Die Fernauslöser mit Kabel sind günstiger als drahtlose, haben aber den Nachteil, dass die Reichweite begrenzter ist. Außerdem besteht immer das Risiko, dass durch das Kabel doch die Kamera bewegt wird, was z.B. bei Langzeitbelichtungen fatal ist. Also habe ich mich nach einer drahtlosen Variante umgeschaut.

Aufgrund der Bewertungen und der Features habe ich mich für den "Viltrox JY-710-C1 Wireless LCD Interval Timer Remote Shutter Release" entschieden. Das Gerät kostet bei der Bestellung 26,45 US-$ und ist damit deutlich günstiger, als vergleichbare Modelle aus Deutschland.



Es handelt sich hier um die C1-Version für div. Canon EOS-Modelle. Den Viltrox JY-710 gibt es in unterschiedlichen C-/N-/P-/S-/E-Varianten für unterschiedliche Kamera-Modelle, die auch zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden.
Ich lege meine Hand dafür nicht in's Feuer, aber es sieht so aus, als ob sich die Produkt-Varianten nur durch das Verbindungskabel zwischen dem Empfänger JY-710RX und der Kamera unterscheiden:



Hier noch eine Liste der insgesamt unterstützten Modelle: (Die Canon EOS 1300D ist zwar nicht aufgeführt, funktioniert aber mit der C1-Variante problemlos)


Verpackung und Inhalt

Das Gerät kam gut verpackt und unbeschädigt an. Sowohl die Fernbedienung als auch der Empfänger scheinen ein "echtes" CE-Zeichen zu haben.




Die beigelegte Bedienungsanleitung ist, im Vergleich zu anderen Anleitungen aus China, sehr ausführlich und auf Deutsch und Englisch.

Die Fernbedienung benötigt 2 AAA-Batterien. Der Empfänger kommt (lt. Anleitung) prinzipiell ohne Batterien aus, allerdings gibt er dann kein akkustisches/optisches Feedback.
Bei der Canon EOS 1300D löste der Empfänger ohne Batterien nicht aus. Mit Batterien (2x AAA) funktionierte er einwandfrei.



Der Empfänger wird auf die Kamera gesteckt und beide mit dem mitgelieferten Kabel verbunden. Die Kamera muss dabei ausgeschaltet sein.



Bei der Canon EOS 1300D kann der Empfänger nur bei ausgeschaltetem Blitz verwendet werden, da der Empfänger das Aufklappen des Blitzes blockiert:



Worauf in der Anleitung leider überhaupt nicht eingegangen wird, ist die Einstellung des Funkkanals. Sender und Empfänger funken im 2,4GHz-Band. Da sich dort inzwischen die unterschiedlichsten Geräte tummeln (WLAN, Drohnen-Fernsteuerung, Powerpoint-Fernsteuerung, usw.) kann es zu Störungen kommen. Diese kann man meistens durch den Wechsel des Funkkanals beheben.
Die Fernbedienung hat auf der Rückseite, der Empfänger an der Seite, eine Schiebeschalter mit der Aufschrift "CH./Channel 1 2 3 4". Damit kann man zwischen 4 Kanälen im 2,4 GHz-Band wechseln. Fernbedienen und Empfänger müssen lediglich auf denselben Kanal eingestellt werden.



Sollte die Auslösung per Funk aufgrund von Störungen gar nicht funktionieren, kann man auch mit der Fernbedienung via Kabel auslösen. Dazu verbindet man das mitgelieferte Kabel mit der Kamera und der Fernbedienung (oben). Das Kabel ist zwar etwas kurz, aber man kann es auch durch ein längeres, passendes Kabel ersetzen. Das ist aber nur als letzte Option gedacht, falls alle Stricke reißen.

Einzelbilder per Fernauslösung

Der Empfänger ist angeschlossen und eingeschaltet, die Fernbedienung ist ebenfalls ein und die Kamera ebenso: Dann kann es losgehen :)

Will man  einfach nur per Knopfdruck Bilder machen, drückt man einfach auf Taste 9:



Drückt man Taste 9 nur halb durch und hält sie, wird der Auto-Fokus ausgelöst. Leutet die LED (3) an der Fernbedienung oder die LED am Empfänger grün, ist der Autofocus eingestellt. Jetzt drückt man Taste 9 vollständig durch und das Bild wird gemacht.

Weitere Features des Gerätes in den nächsten Tagen...













Flashen eines Xiaomi Redmi Note 2

Ich habe mal wieder ein Xiaomi-Gerät mit manipuliertem Shop-ROM hereinbekommen. Dieses ROM ist nicht updatefähig (über die normale Update-App im Gerät), deshalb installiere ich ein sauberes offizielle ROM darauf.

Beim flashen werden auf dem Gerät sämtliche Daten gelöscht, also vorher alle Daten sichern!

Zuerst besorgt man sich das entsprechende ROM hier. Ob man das China- oder das Global-ROM bzw. das Stable- oder Developer-ROM nehmen soll, kann man hier nachlesen.

Die heruntergeladene Zip-Datei benennt man um in "update.zip" und legt sie im internen Speicher (nicht auf der SD-Karte) des Redmi Note 2 unverändert ab. (Also nicht auspacken!)



Dann das Handy sauber vom System abmelden:



Der Akku des Gerätes muss vollständig aufgeladen sein. Sollte der Akku während des flashens aufgeben, ist das Gerät u.U. gebrickt!

Jetzt startet man die Updater-App und tippt rechts oben auf die 3 Punkte. Es öffnet sich ein Menü. Hier tippt man auf "Neustart ins Recovery":



Das Gerät bootet jetzt im MiRecovery. Es werden Chinesisch, eine weitere mir unbekannte asiatische Sprache und Englisch angeboten:



Mit den Lautstärketasten kann man hoch und runter, mit der Power-Taste bestätigt man die Auswahl. Also 2x auf "leiser" gehen und dann die Power-Taste drücken.

Wenn man länger als 60 Sekunden nichts tut, wählt das Gerät automatisch "Chinesisch" als Sprache aus.

Da ich nicht weiß, was die installierte modifizierte ROM "treibt", empfehle ich einen kompletten "Wipe" des Gerätes. Dazu geht man auf "Wipe & Reset" und drückt die Power-Taste:



"Wipen" müssen wir "Cache" und "User Data". Also auf "Wipe Cache" gehen und die Power-Taste drücken:



Es kommt eine Sicherheitsabfrage, die mit "Yes" bestätigt wird:



Der erfolgreiche "Wipe" wird bestätigt:



Jetzt die Power-Taste drücken. Danach landet man wieder im Hauptmenü. Dort also wieder auf "Wipe & Reset" gehen und dann auf  "Wipe User Data":



Auch hier wieder die Sicherheitsabfrage bestätigen:



Nach dem erfolgreichen Wipe auch wieder  die Power-Taste drücken.

Jetzt kann der eigentliche Flash-Vorgang beginnen. Dazu im Hauptmenü auf den Punkt "Install update.zip to System" auswählen:



Wieder die Sicherheitsabfrage bestätigen:



... und los geht's:



Nach ein paar Minuten ist der Flash-Vorgang abgeschlossen:



Nochmal die Power-Taste drücken und man landet wieder im Hauptmenü:

Im Hauptmenü den Punkt "Reboot" wählen. Es erscheint eine weitere Abfrage:



Den Punkt "Reboot to System" mit der Power-Taste bestätigen und das Gerät beginnt einen normalen Boot-Vorgang.

Dieser erste Boot-Vorgang dauert deutlich länger als ein gewöhnlicher, d.h. ca, 5-10 Minuten. In dieser Zeit nicht ungeduldig werden sondern einfach warten.

Danach erscheint der ganz normale MIUI-Einrichtungsassistent.

Das Flashen ist damit abgeschlossen.

16. April 2017

Hidden Features bei Xiaomi-Handys

Xiaomi verwendet MIUI als Betriebssystem für die Handys. MIUI ist ein stark modifiziertes Android. Das machen allerdings viele Anbieter, z.B. das "Android" auf Samsung-Handys hat nur noch bedingt Ähnlichkeit mit dem Original-Aandroid von Google.

Was mir bei Xiaomi sehr gut gefällt ist, dass MIUI ständig weiterentwickelt. Wer ein sog. "Dev-ROM" (Development-ROM) auf seinem Handy hat, bekommt sogar jeden Freitag ein System-Update mit mehr oder weniger großeren Neuerungen. Hinzukommt, dass Xiaomi in die MIUI Features einbaut, die andere Handys nicht haben.

Ich habe hier ein paar der Features zusammengefasst, die ich bis jetzt bei anderen Herstellern gar nicht oder nicht in dieser Form gefunden habe:

Hardware-/Sensor-Test


Seit MIUI 8 gibt es die Möglichkeit, Sensoren, Akku, usw. direkt über das System zu testen. Man muss sich also nicht auf eine externe App verlassen und hoffen, dass diese die Informationen richtig und vollständig ausliest.
Dazu geht "wählt" man im Telefon einfach folgende "Nummer": *#*#6484#*#*
Nun befindet man sich im "Engineering Mode".




























































Weitere Funktionen erreicht man über *#*#4636#*#*











IMEI auslesen

Benötigt man die IMEI des Telefons, dann einfach "*#06#" "wählen".



Taschenlampe auf dem Lockscreen aktivieren

MIUI stellt eine Taschenlampen-Funktion bereit. Wenn's mal schnell gehen muss und man nicht erst den Lockscreen entsperren, App suchen.... will: Auf dem Lockscreen einfach die Home-Taste gedrückt halten, bis die "Taschenlampe" angeht. Mit dem Back-Button oder de Power-Button kann sie wieder ausgeschaltet werden.


Apps mit Passwort schützen

Setting>Privacy>Privacy Protection>App lock.

Details zu Benachrichtigungen anzeigen

You drop down the notification bar and see ’04 messages from 02 WhatsApp contacts’, you don’t want to go to WhatsApp application to see whose messages are those. There is a shortcut tip for this too. Just zoom out in the notification and you will get detailed list of whose messages are those and then you can decide whether to check it or not.

Lese-Modus

Laut diverser Studien wirkt sich Licht mit Blaulicht-Anteilen schlecht auf das (Ein-)Schlafverhalten aus. Es gibt zwar einige Apps, die den Blaulicht-Anteil auf den Displays reduzieren, aber Xiaomi hat diese Funktion bereits in das System integriert. Diese Funktion filtert aber nicht einfach nur das Blaulicht: Man kann einstellen, bei welchen Apps der Blaulist-Filter automatisch aktiviert wird. Man muss den Blaulicht-Filter also nicht jedes Mal Abens ein- und morgens wieder ausschalten, sondern er wird durch die App selbst aktiviert/deaktiviert.

Gast-Modus

Ein Kollege fragt, ob er mal kurz jemanden von deinem Handy anrufen darf und verschwindet damit kurz um die Ecke. Damit lässt man vor diesem Kollegen u.U. vollständig die Hosen runter: Anruflistem, Bilder, Emails... auf all das könnte der Kollege in der kurzen Zeit einen Blick werfen. Will man das vermeiden, bietet sich der Gast-Modus an. Im Gast-Modus sieht das Handy für den Nutzer aus wie ein Handy auf Werkseinstellung. Nach Beendigung des Gast-Modus sind für den Eigentümer alle Daten wieder sichtbar.

Anrufe aufzeichnen

Wenn mir am Telefon komplexe Sachverhalte  geschildert werden, wünsche ich mir manchmal, diese Ausführungen nochmal hören zu können. MIUI bietet die Möglichkeit, Telefonate aufzuzeichnen. Dies wird entweder manuell während des Telefonats gestartet oder automatisch in den Einstellungen.
Achtung! Rechtslage in Deutschland beachten!


Album für Baby-Bilder

Ein Feature, das man nicht unbedingt braucht, aber für Mütter und Omas vermutlich unerlässlich ist:
Seit MIUI 7 gibt es die Möglichkeit, dass das System Babybilder automatisch erkennt und in ein spezielles Bay-Album verschiebt.

Kindermodus

Smartphones üben auf Kinder eine unglaubliche Faszination aus. Damit hinterher das Smartphone nicht komplett umkonfiguriert oder ein Abo via Premium-SMS abgeschlossen ist, gibt es den "Kindermodus".
Man geht auf "Einstellungen", dann auf "Zusätzliche Einstellungen" und dann auf "Kindermodus":



Dann wählt man die Apps aus, die das Kind benutzen darf, wie z.B. Browser und Kamera:



Dann klickt man auf den Schalter, rechts von "Kindermodus". Dann wird man aufgefordert, ein Sicherheitsmuster zu definieren. Ist dies bereits davor definiert worden, muss man das Muster bestätigen:




Dann landet man wieder in der Übersicht mit der App. Jetzt auf "Zurück" tippen. Dann erscheint die gewohnte Oberfläche, allerdings nur mit den zuvor ausgewählten Apps:



Tippt man auf "Beenden", muss das Muster erneut eingegeben werden. Will man das Gerät wieder ohne Einschränkungen nutzen, also den Kindermodus komplett abschalten, muss man den "Schiebeschalter" rechts von Kindermodus wieder ausschalten. Danach kann man das Menü ganz normal verlassen.


Private Folders


How to Restrict Apps from using mobile data

On the Security app, tap Data usage.
Tap Restrict > Downloaded
Find the app you want to restrict the use of mobile data.
Tap the “Allow” button  to change to “Disallow” xiaomi data usage disallow_icon in the Data column.





14. April 2017

Testbericht - LiitoKala Lii-202 Ladegerät

Ich sollte für einen befreundeten Dampfer ein günstiges Ladegerät für 18650-Akkus mit 2 Schächten besorgen. das LiitoKala Lii-202 wollte ich ohnehin schon länger testen.

Das Ladegerät kam mit leicht deformiertem Karton in einer, für China-Sendungen typischen, Plastiktütenartigen Verpackung an.



Der Inhalt war aber unbeschädigt. In dem Karton befanden sich das Ladegerät, ein Micro-USB-Kabel und eine Anleitung auf chinesisch und englisch.






Das Ladegerät hat neben dem Micro-USB-Eingang auch eine USB-Ausgang (5V, 1000mAh), an dem man z.B. zusätzlich ein Handy o.ä. laden kann. Das macht eigentlich nur Sinn, wenn man gerade nur ein USB-Netzteil zur Hand hat und neben den Akkus noch ein weiteres Gerät laden möchte.


Das Ladegerät kann folgende Akku-Typen laden:
  • Li-Ion: 18650, 18490, 18350, 17670, 17500, 16340(RCR123), 14500, 10440
  • NiMH/NiCD: AA/AAA
  • LiFePO4
Achtung: Li-Ion-/NiMH-/NiCD-Akkus werden vom Ladegerät autromatisch erkannt. Bei LiFePO4-Akkus muss der Lademodus manuell umgestellt werden. Da ich keinen LiFePO4-Akku zur Hand hatte, konnte ich das Umschalten nicht testen.

Will man wissen, wieviel Restenergie die Akkus haben, legt man sie in die Ladeschächte, ohne das Ladegerät mit dem Netzteil zu verbinden. Dann wird die Restenergie für 5 Sekunden angezeigt.


In diesem Fall hat der linke Akku 0-25% und der rechte 25-50% Restladung.

Verbindet man das Ladegrät mit einem USB-Netzteil (empfohlen wird ein Netzteil mit 2000mAh Ladestrom), wird für 5 Sekunden der Akku-Typ mittel der LEDs angezeigt. Dann beginnt auch schon der Ladevorgang.


Das Ladegerät lädt die Akkus standardmäßig mit 500mAh. Wenn man es eilig hat, kann man den Ladestrom auf 1000mAh erhöhen. Dazu schließt man das Ladegerät ohne eingelegte Akkus an das USB-Netzteil an. die "0.5A"-LED beginnt zu leuchten. Hält man jetzt die "Mode"-Taste für 2 Sekunden gedrückt, leuctet die "1A"-LED. Will man wieder auf 0,5A: "Mode"-Taste wieder 2 Sekunden gedrückt halten. Dann kann man die Akkus einlegen.

Fazit

Das Ladegerät macht was es soll und ist schön kompakt z.B. für die Reise. Es hat ein CE-Zeichen und der Preis von 7,99 USD geht auch in Ordnung.

Vor mir eine klare Kaufempfehlung.

1. April 2017

Kobo Glo mit defektem Ein-/Ausschalter nutzen

Seit 3 Jahren nutze ich meinen Kobo Glo regelmäßig. Um so überraschter war ich, als er sich mit dem Ein-/Ausschalter nicht mehr in den Ruhemodus versetzen lies. Nach ein paar Minuten Nicht-Nutzung ging er dann zwar in den Ruhemodus, lies sich daraus aber nicht mehr aufwecken. Durch einen Reset mit einer Büroklammer startete er zwar wieder durch und war "wach", aber das kann ja keine dauerhafte Lösung sein.

Nachdem ich via Google Bilder vom Innenleben des Kobo Glo gesehen und festgestellt hatte, dass der Schalter offenbar nichts handelsübliches ist und ohne weiteres beschafft werden kann, kam mir die Idee ein sog. "Sleep-Cover" zu simulieren.

Der Kobo Glo enthät einen Magnetschalter (vermutlich einen Reedschalter), das Sleep-Cover einen eingenähten Magneten. Klappt man das Sleep-Cover zu, befindet sich der Magnet direkt über dem Magnetschalter und den Kobo Glo geht in den Ruhemodus. Klappt man das Sleep-Cover wieder auf, ist der Magnet nicht mehr über dem Magnetschalter und der Kobo wacht wieder auf.

Man kann sich jetzt entweder ein passendes Sleep-Cover besorgen, oder (wie ich) dieses simulieren. Dazu braucht man lediglich einen ordentlichen Magneten. Ich hatte aus einer Bestellung bei Aliexpress noch einen Neodym-Magneten übrig. Wer lieber in Deutschland bestellt, wird z.B. hier fündig.

Der Magnetschalter beim Kobo Glo befindet sich rechts unten, unter des Display. Der Magnet muss so positioniert werden, wie auf dem Bild:



 Wie das Ganze "live" aussieht, kann man sich in diesem Video ansehen:



25. März 2017

Notebook-Tisch für Bett, Sofa, ...

Ich bin neulich durch einen Eintrag auf www.gadgetwelt.de auf einen Notebook-Tisch aus China aufmerksam geworden. Da meine Freundin öfters mit Dem Notebook im Bett sitzt und es so auf die Bettdecke legt, dass auch garantiert alle Lüftungsschlitze verdeckt werden, habe ich ihr diesen Notebook-Tisch besorgt. Allerdings nicht, wie auf gadgetwelt.de verlinkt, bei ebay, sondern etwas günstiger bei Aliexpress. Dieses Angebot hatte außerdem den Vorteil, dass es den Versand aus Deutschlang anbot. Also bestellt und 2 Tage später via DHL geliefert.

Der Tisch kam stabil verpackt an und enthielt neben den Einzelteilen eine bebilderte englische Anleitung. Die Rückwand ist perforiert, damit das Notebook "Luft bekommt".



Zuerst klappt man die Beine auseinander, indem man die runde Arretierung an den Gelenken gedrückt hält:



Die Skala an den Gelenken sind eine gute Hilfe um bei beiden Füßen die Gelenke identisch ausrichten zu können, ohne lange herumzuprobieren.

Mit der beigelegten Schraube kann man optional die Mausablage auf der rechten Seite montieren. Links geht es leider nicht, daher ist der Tisch wohl eher für Rechtshänder geeignet.



Achtung: Ist die Mausablage montiert, lässt sich der Tisch nicht mehr vollständig zusammenklappen.

Die Platte und die Füße sind aus Metall, die Gelenke aus Kunststoff. Insgesamt macht es einen ordentlichen, standfesten Eindruck. Mein 17 Zoll-Notebook hält es problemlos aus.



Auf der beigelegten Anleitung befinden sich noch ein paar Beispiele, wie man den Tisch/Beine einstellen kann:



Es gibt den Tisch mit und ohne Lüfter auf der Unterseite. Ich habe hier die Variante mit Lüfter.



Der Lüfter wird mittels USB-Anschluss betrieben, was allerdings auf die Akkulaufzeit geht. Der Lüfter ist zwar hörbar, aber nicht störend. Allerdings gibt es hier Abzug in der B-Note, denn der Lüfter besitzt offenbar eine Unwucht, die den ganzen Tisch niederfrequent vibrieren lässt. Ich habe versucht, die Vibrationen in diesem Video darzustellen:



Fazit

Der Tisch macht was er soll. Für etwas mehr als 13€ und Versand aus Deutschland kann man hier praktisch nichts falsch machen. Mich persönlich stören zwar die Vibrationen (meine Freundin nicht), aber die Kühlung ist auch ohne Lüfter ausreichend.